Über mich:

Geboren wurde ich 1971 in Osnabrück. Ich  lebe seit vielen Jahren in Hannover und arbeite als Sozialpädagoge in einer Beratungsstelle.

Seit meiner Geburt habe ich eine Sehbehinderung, links bin ich blind und rechts habe ich eine Sehfähigkeit von 25%.  Mein Sehen kann man sich vorstellen wie ein Video mit einer geringen Datenrate: Ist nur ein Objekt im meinem Sehfeld, erkenne ich relativ viele Details, bei vielen Objekten wird alles grober und flächiger. 

Zur Fotografie kam ich als Jugendlicher. In einem Jugendzentrum wurde ich gebeten Konzerte zu fotografieren.

Ein paar Wochen später hatte ich meine erste Spiegelreflex und begann erste Serien über verlassene Orte. Noch etwas später gab ich erste Kurse über Fotolabortechnik und die Grundlagen der Fotografie.

Nach dem Abitur reiste ich mehr als ein halbes Jahr durch Südostasien. Ab da war ich infiziert von der Streetphotography, ohne zu wissen, dass es dieses Genre überhaupt gibt. All die Farben, Formen und Situationen prasselten auf mich ein. Ich entdeckte die Magie des entscheidenden Augenblicks.

Anfang 2016 entdeckte ich eine Dokumentation über Streetphotography und war elektrisiert. Das Gefühl von damals kam zurück und mir wurde klar, dass ich damals Street gemacht habe und das unbedingt wieder will.

Meine Art zu fotografieren:

Manche Fotos von mir sehen wie heimlich fotografiert aus, sind es aber nicht. Ich bin auf der Straße so was wie eine Spinne, die ihr Netz baut-also eine Bühne gestaltet, und wartet. Warten kann ich. Mein Rekord sind 30 Minuten auf den Knien, oder mit den Armen über dem Kopf. Dabei scheine ich für andere fast unsichtbar zu sein – jeder ist mit sich selbst beschäftigt. 

Ich verstehe mich zunächst als Fotograf, der seine Umwelt dokumentieren möchte. Ich bin weniger daran interessiert, bestimmte Charaktere auf der Straße zu zeigen. Vielmehr möchte ich Licht, Farben und Formen der städtischen Landschaften und die Wechselwirkung auf Ihre Bewohner zeigen. 

Ich bewege mich in dem Grenzbereichen der Streetphotography, minimalistischer Fotografie und abstrakter Fotografie. Alle Genres beeinflussen sich gegenseitig. Für mich ist gute Fotografie reduziert und komplex zugleich. Begonnen habe ich als klassischer Streetphotograph, doch die minimale und abstrakte Fotografie wird immer wichtiger für mich, sie bringt mich dazu, meine Umwelt als grafisches Konstrukt zu begreifen, dass ich auseinander nehmen und neu zusammen setzen kann. 

Über das Medium Fotografie gehe ich an und über die Grenzen meines Sehens, erweitere meine Räume. Ein ständiges sich-weiter-Tasten, harte Arbeit und ein Riesenspaß!

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